«

»

Apr 07 2015

Beitrag drucken

Antrag gegen die Planung „B2 Osttangente Augsburg“

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Feigl,
sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrates,

Status:
Im Jahr 2015 soll der Bundesverkehrswegeplan fortgeschrieben werden. Nach der vorliegenden
Planung des staatlichen Bauamtes soll die bestehende Straßenverbindung von der Autobahnauffahrt
auf die BAB 8 „Friedberg“ über die Kreisstraße AIC 25, die städtische Verbindungsstraße
„Chippenham-Ring“, die heutige Bundesstraße 2 und die Staatsstraße 2380 zur Bundesstraße 17 zu
einer vierspurigen Bundesstraße, der „B2 Osttangente Augsburg“ ausgebaut werden. Das Projekt ist in
vier Teilabschnitte untergliedert.
Um eine größere Chance für die Umsetzung zu bekommen, soll erreicht werden, dass das Projekt im
neuen Bundesverkehrswegeplan in den vordringlichen Bedarf aufgenommen wird.
Das letzte Teilstück, der 4. Streckenabschnitt dieser 4spurigen Straße führt über eine Länge von 8 km
über Königsbrunner Flur, tangiert den näheren Wohnbereich von ca. 10.000 Einwohnern.
Sie durchquert ein FFH-Gebiet, durchschneidet ein Naherholungsgebiet, tangiert ein
Naturschutzgebiet, sowie Trinkwassergewinnungsbereiche, sie bewirkt, dass Königsbrunn in einer
Zange von zwei 4-spurigen Schnellstraßen eingeschlossen wird.
Die Stadt Königsbrunn ist somit von dieser Planung direkt tangiert.

Antrag:

Der Stadtrat möge beschließen:
Der Stadtrat von Königsbrunn spricht sich gegen die Planung der Osttangente Augsburg (B 2-neu) im
Streckenabschnitt von km 0+000 bis km 8+045 gemäß der Planung des Staatlichen Bauamtes
Augsburg vom Januar 2014 aus. Für die Stadt Königsbrunn und ihre zukünftige Entwicklung sind aus
der vorliegenden Trassenführung nur Nachteile zu erwarten!

Begründung:
Die nun vorliegende Planungsvariante ist mit der Stadt Königsbrunn und ihren Bürgern nicht
abgestimmt und weicht erheblich von den mindestens 10 Jahren älteren Vorgängerplanungen, die eine
Querung des Flusses Lech und seiner Auen wesentlich weiter südlich auf bundeseigenem Gebiet
vorsahen, erheblich ab. Die Stadt Königsbrunn wird nun in ihrer weiteren Entwicklung erheblich
eingeschränkt.
Die geplante Trasse durchschneidet ein für die Stadt wichtiges Naherholungsgebiet. Dadurch geht der
Wert der Naherholung verloren.
Mit der geplanten Osttangente würde die Stadt Königsbrunn zwischen zwei Autobahnen eingeschnürt,
unsere Bürger wären der Zunahme von Lärm und Luftschadstoffen von beiden Seiten ausgesetzt.
Das entlang des Lechs bestehende Naturschutz- und wertvolle FFH-Gebiet wird gefährdet.
Mit diesem Ausbau gehen erhebliche Flächen für die Landwirtschaft und Freizeit verloren.
Die Trasse liegt nun auf nahezu ihrer gesamten Länge nahe der Trinkwasserfassung der Städte
Augsburg und Königsbrunn. Diese für über 200.000 Einwohner gebaute nachhaltige
Trinkwassergewinnung wird durch die vorliegende Trassenführung im Bauabschnitt 4 einer unnötigen
Gefährdung ausgesetzt.
Die Anwohner in diesem Gebiet werden massiv und nachhaltig eingeschränkt und zum Teil in ihrer
Existenz gefährdet.
Die „B 2 Osttangente Augsburg“ liegt nicht im Interesse der Stadt Königsbrunn.
Für die Stadt Königsbrunn ergeben keine Vorteile durch das Projekt „B 2 Osttangente Augsburg. Sie
würde ausschließlich die Lasten zu tragen haben. Insbesondere bei der Realisierung des Teilabschnitts
4 ist für Königsbrunn und seine Anwohner von erheblichen Nachteilen auszugehen.

Alwin Jung
Fraktionssprecher
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Alexander Leupolz
Vorsitzender
CSU-Stadtratsfraktion

Ich bitte Sie um eine Bewertung dieses Artikels

Bewertung 5 Sterne aus 3 Meinungen

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.csu-koenigsbrunn.de/b2-osttangente-augsburg/

1 Kommentar

  1. Max Markmiller

    Dem kann ich mich persönlich in der Sache und der Formulierung anschließen – danke!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsabfrage * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

+(reset)-