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Mrz 12 2017

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Salvator 2017 – Ein gelungener Abend mit Kanten

Wieder einmal traf sich die örtliche Politprominenz zum Salvator-Anstich im Trachtenheim.
Neben gutem bayrischen Essen, einem süffigen Salvator und traditioneller bayrischer Blassmusik vom Königsbrunner Blasorchester gab es dazu mehrere deftige Beiträge mit gutgemeinten Ratschlägen ohne „alternative Fakten“.
Sicherlich wird in den Reden scharf geschossen, ernsthaft verletzt wird aber keiner.
Vereinzelte ausgesprochene Wort-Triaden sollten dennoch ein Anstoß zum Nachdenken für die „Derbleckten“ sein.
Gleich nach der Begrüßung von Bürgermeister Franz Feigl übernahm Staatssekretär Franz Josef Pschierer das Podium für einen kurzen „Lobpreis auf das Bayerische Bier“.
 
Darüber hinaus gab es einen ausgedehnten Streifzug über die vergangene bayrische CSU Politik und die positive Bilanz zu den andern Bundesländern. Der optimierte bayrische Finanzhaushalt, die Vollbeschäftigung in Bayern und die wohlwollende Willkommenskultur für Schutzsuchende und, und, und – die CSU sei bürgernah, federführend und richtungsweisend in allen Themen.
Es gilt weiterhin: „Bavaria First“.
Mit den Worten zu SPD-Stadtrat Florian Kupsch: „Dies wird kein leichter Abend für die Mitglieder der SPD“, startete Staatssekretär Franz Josef Pschierer mit den kritischen Anmerkungen in Richtung Berlin, wo eine Toilettenfrage wichtiger sei als die Unterstützung der lebensnotwendigen Landwirtschaft. Auch die fragwürdigen Ankündigungen von Martin Schulz zur Bundestagswahl in diesem Jahr fanden an dieser Stelle Einzug.
Wie die CSU-Spitze am politischen Aschermittwoch in Passau zeichnete Staatssekretär Pschierer einen düsteren Ausblick auf Rot-Rot-Grün. Deshalb sei es notwendig, bei der Bundestagswahl durch Stimmabgabe ein Rot-Rot-Grün zu verhindern und stärker die erfolgreiche CSU-Politik in den Bundestag einzubringen.
Mit einem Prosit und guten Wünschen für die Zukunft beendete Herr Pschierer seine Rede und nach dem ausgiebigen Schlussapplaus des Königsbrunner Publikums überreichte BGM Feigl und
CSU-Ehrenvorsitzender Schwalber als Dankeschön einen Jubiläums-Schirm und eine Flasche guten Rotwein. Daraufhin dirigierte Staatssekretär Pschierer (auch Präsident des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes und selbst aktiver Musiker) als Zugabe gekonnt das Blasorchester Königsbrunn.

Es folgte nach kurzer Pause die gereimte Buß-Predigt von Frater Barnabas, vorgetragen von Stadtrat Peter Henkel. Seine Gedanken schweiften vom allgemeinen Weltgeschehen und den üblichen Deutschlandthemen (Flüchtlingspolitik, Schulz, falsche Toleranz) auch in die kommunale Politik.
Ein romantischer Rückblick in die 175 jährige Geschichte Königsbrunns ermahnte den Stadtrat, dass die gewaltigen Aufgaben der Zukunft in Königsbrunn nicht durch polemisches langanhaltendes Redenschwingen einzelner Räte gelöst werden – dazu gehört die Straßenbahn und ein neues Stadtzentrum (ggf. mit Stadttheater). Die konstruktive Mitarbeit in der Sache und schnelle, politische Entscheidungen sei der angesagte Bürgerwille.
Ein wichtiges Thema war die neue deutsche Fernsehkultur in der Predigt. Vom Spotpoeten Böhmermann bis zur Promiaufwertung im „Dschungelcamp“ und „Adam trifft Eva“ – die Inhalte und der Unterhaltungswert wird vom Frater Barnabas deutlich hinterfragt. Die Reaktion im Publikum untermauerte dies in Form von lautem Zwischenapplaus.
Fonetischer Applaus erklang auch zum Ende der Predigt, gefolgt von einem herzliches Dankeschön mit Präsent vom Ehrenvorsitzenden Norbert Schwalber.

Der nächste Höhepunkt des Abends wurde angekündigt durch den Umbau der Bühne zur Straßenbahn-Haltestelle der Linie 3.
Die Theatergruppe Königsbrunn führte ihr Singspiel zu Königsbrunner Themen auf.
Wiederum wird das Stadtzentrum rund um die Rathauswiese angesprochen. Die Königstherme, das Provisorium der Bürgermeister-Wohlfarth-Straße und die angestrengte Wohnungssituation kamen auch zur Sprache. Alles hat einen „langen Bart“, so sangen die Mitglieder des 4-köpfigen Ensembles einstimmig den Refrain zusammen mit den Gästen im Saal.

Damit endete das offizielle Programm im diesjährigen Salvatoranstich. In den anschließenden offenen Gesprächen miteinander und unter dem Einfluss des gespendeten Salvator-Hopfen-Saft kam sicherlich das ein oder andere Thema nochmals im Publikum hervor.  
Alles in Allem ein sehr gelungener Abend.

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